Sonntag, 5. September 2010

BONANZAS SANDBURG

Freitag, 3.9.2010: Nelson nach Vancouver/Kanada (756 km)
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Gestern Abend bin ich erst sehr spät nach NELSON gekommen. Ich war von 11 Uhr bis 21 Uhr unterwegs, also 10 Stunden mit einer längeren Pause.

Dementsprechend GROGGY bin ich. Ich bringe meine Sachen ins Zimmer, gehe mich duschen und umziehen und breche dann auf. Nach einigem suchen finde ich eine nette Bar, die bummvoll ist.


Ich bestelle mir eine Portion CHICKEN WINGS mit BLUE CHEESE und danach eine Portion MOUSSO CHOCOLATE - heute brauche ich es ordentlich!! Dazu gibts 3 Krügerl dunkles Bier, frisch gezapft.


Nebenbei schreibe ich an meinen Blogs. Wenn man das genau macht, geht dafür ganz schon Zeit drauf. Zuerst die Fotos raussuchen, dann die Texte schreiben und zum Schluss noch einmal alles kontrollieren.
 
 
Das Hostel in NELSON ist so versteckt, das man es ohne genaue Adresse fast nicht findet. Es liegt direkt im Stadtzentrum.
 
 
Die Zimmer sind sehr sauber und grosszügig angelegt. Es ist genug Platz für meine komplette Ausrüstung. Die Badezimmer sind ebenfalls sehr sauber und vor allem es gibt HEISSES WASSER!!
 
 
Der Empfangsbereich/Aufenthaltsbereich.

 
Ich mache mir ein LUXUSFRÜHSTÜCK und bereite mich auf einen langen Trip vor. Wie lange er tatsächlich werden wird, weiss ich zu diesem Zeitpunkt noch gar nicht.

 
Noch ein paar Eindrücke von NELSON, bis es dann endlich weitergeht.





Kaum bin ich ein paar Kilometer aus der Stadt draussen PASSIERT es auch schon.

Ich fahre auf eine Autokolonne von 5 Fahrzeugen auf und will diese gerade überholen. PLÖTZLICH rennt ein kleiner Bär von links kommend über die Strasse. Die Autos bremsen sich alle ein. Der BÄR kommt wie durch ein Wunder zwischen den Autos mit Vollgas durch und dann steht er erschrocken in der Wiese rechts von mir.

Ich habe mich eingebremst. Ich reisse meine Kamera raus, der BÄR starrt mich an, ich will gerade abdrücken, da verschwindet er auch schon im Gestrüpp.

GLÜCK gehabt mein KLEINER Bär!

Ich glaube da war einer meiner SCHUTZENGEL mit im Spiel, die etwas voraus GEFLOGEN sind um den Bären zu retten...

Was hier manchmal für Fahrzeuge unterwegs sind, steht bei uns schon seit über 50 Jahren im Museum. Manches wird auch noch verkauft, wie dieses Schnäppchen. Wenn ich den Anhänger dabei gehabt hätte, hätte ich vielleicht zugeschlagen.


Es geht heute über den BONANZA PASS nach Grand Forks. Nach diesem Pass wurde die gleichnamige Fernsehserie BONANZA benannt.


Bonanza ist der Titel einer der bekanntesten US-amerikanischen Fernsehserien der 1960er Jahre, die im Western Milieu des 19. Jahrhunderts um 1870 spielt.


Bonanza ist ein englisches Wort spanischen Ursprungs für „Ergiebige Goldgrube“. Die Familie Cartwright, um die sich die Serie dreht, besteht aus vier Männern, einem Vater und seinen drei Söhnen. Die Ranch, auf der die Familie lebt, heißt Ponderosa, benannt nach den dort wachsenden Ponderosa–Pines (dt.: Gelb-Kiefer).

Damals fuhren über diesen Pass die Plananwagen auf der Suche nach neuem Land oder Gold. In der heutigen Zeit benutzt man nur mehr die modernen Strassen dafür.


Hier könnte aber auch die eine oder andere Folge der Serie BONANZA gedreht worden sein.


Wer weiss, vielleicht ritten BEN, ADAM, ERIC und JOSEPH CARTWRIGHT über diese Berge....


Weiter geht es durch die kleinste Stadt Kanadas, Fort Greenwood. Hier wurde ein richtiges FORT nachgebaut, das heute als Campingplatz genutzt wird.


Ich parke mich ein und schau mir diese Westernstadt etwas genauer an.



Den Besuchern der Stadt wird die Wartezeit auf den nächsten Bus etwas angenehmer gemacht.


Hier treffe ich die 3 Biker, AL, NEIL und ADAM. Unter dem Motto ZEIG MIR DEINEN, ich zeig dir MEINEN, besichtigen wir zuerst deren Motorräder und dann meines. AL fährt auch eine KTM und ist davon total begeistert- EH KLAR!!!


Weiter geht es durch die Berge. Plötzlich tauchen mehrere Bronzefiguren und Tierfiguren auf.


Dahinter verbirgt sich ein riesiges Immobilienprojekt in den Bergen mit allem Drumherum, was man halt so braucht wie Wanderwegen, Joggingstrecke, See, eine eigene Feuerwehr, etc...


Ich komme ins OKANAGAN VALLEY, eines der beliebtesten Wohnorte in Kanada. Hier herrscht ein sehr mildes Klima und es ist wärmer als im übrigen Kanada. Ich komme zum ersten Mal richtig ins Schwitzen.
In diesem Tal werden übrigens 40 der besten kalifornischen Weine angebaut.


Ich bin am überlegen, ob ich im nächsten Hostel, hier in der Nähe übernachten soll. Ich lege eine Pause ein ung gehe etwas Essen. Danach entscheide ich mich fürs Weiterfahren nach HARRISON HOT SPRINGS, wo gerade die Weltmeisterschaft im Sandburgenbauen stattfindet.

Schön langsam wird es finster und ich muss auf der Hut sein, vor weiterem Wildwechsel. Und da rennt mir auch schon das nächste Reh auf die Strasse. Dieses Mal bin ich jedoch weit genug weg.


Spät am Abend erreiche ich HARRISON HOT SPRINGS.


Hier will ich übernachten und mir morgen die Sandskulpturen ansehen. Ich mache Halt an der Tankstelle und frage nach einem Hostel. HOSTEL - nein gibt es hier nicht. Dann muss ich mir halt ein Motel suchen. So nebenbei frage ich auch noch, wann die Weltmeisterschaft im Sandburgenbauen genau beginnt.
DIE GIBT ES SCHON SEIT 2 JAHREN NICHT MEHR!

NA TOLL, den Weg und den Stress der langen Fahrt hätte ich mir sparen können. Zum Glück habe ich gefragt und mir hier kein teures Motel genommen.

Ich hab einen SCHLEIM! Ich kaufe mir ein Cola und was zum knabbern und schmeisse mich wieder auf die KTM. Jetzt fahr ich gleich durch bis Vancouver. Auf die 2 Stunden kommt es jetzt auch nicht mehr an....


Wenn es die Weltmeisterschaft gegeben hätte, dann hätte ich wahrscheinlich folgende Kunstwerke bestaunen können: http://www.greatervancouverparks.com/HARRISONSandCastles01.html.
 
 
 

1 Kommentar:

  1. Die „Ponderosa“ liegt direkt am Lake Tahoe im US-Bundesstaat Nevada und die Cartwrights haben den größten Landbesitz in der Gegend. Die nächsten Orte sind Carson City, Virginia City und Reno. kann sein dass du da auch vorbeikommst, ist aber noch sehr weit bis dahin. Ich war vor 20 Jahren dort. LG und viel Bewahrung, Johannes

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