Donnerstag, 2. September 2010

COUCHSURFING

Montag, 30.8.2010: Dawson Creek in den Jasper Nationalpark/Kanada (570 km)
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Wenn ich diese Zeilen schreibe, dann sitze ich gerade in einer Bar in NELSON, neben mir ein frisch gezapftes dunkles Bier, die Chicken Wings mit Blue Chees habe ich gerade bestellt.

Aber zurück zum 30.8., zu meinem ERSTEN MAL – http://www.couchsurfing.org/ in Dawson Creek. Um bei Couchsurfing mit zu machen muss man sich nur auf der Homepage anmelden. Derzeit sind zirka 2 Millionen Personen aus der ganzen Welt angemeldet. Dann gehtst du einfach auf Couch Suchen und schreibst eine oder mehrere Personen persönlich an.

Wie gesagt, habe ich einen Tag vorher Bescheid bekommen, das es OK geht.

Nach einem anstrengenden Tag mit vielen Kilometern erreiche ich die Stadt. Die Adresse wurde mir genau beschrieben und liegt einige Kilometer ausserhalb. Mit dem Motorrad kein Problem.

Ich frage mich in einem kleinen Dorf durch – es sind noch einige Kilometer in die Pampa. Irgendwo muss ich dann abbiegen und eine schmale Strasse entlangfahren.

Hier gibt es nur mehr vereinzelt Häuser. Und dann bin ich da. Der Herr des Hauses, ZAK begrüsst mich freundlich. Er hat schon über 100 Coachsurfer aufgenommen. Inzwischen hat er denen eine eigene kleine Hütte gebaut.


Ich bringe alles in die Hütte, die ganz nett eingerichtet ist und packe einmal aus.


Danach gehe ich rüber ins Haupthaus – ein tolles Holzhaus, das sie sich selber gebaut haben. Im Keller kann ich mich duschen und umziehen. Danach plaudern wir über Gott und die Welt.

Ich frage sie, warum sie bei Coachsurfing mitmachen?

Zum einen wollen sie an andere Leute etwas zurückgeben und und zum anderen reisen ihre 3 Kinder gerne und da nutzen sie die Kontakte. Sie erzählen mir viel über Land und Leute.


Zum Beispiel über die Ureinwohner, denen vor ca. 50 Jahren die Kinder einfach weggenommen wurden um sie in katholischen Heimen, fern ihrer Eltern und deren Sitten und Gebräuche aufzuziehen. Das hat zum einen zum Verlust ihrer Traditionen und Gebräuche geführt, aber auch oft zu Gewalt und sexuellen Missbrauch.

Erst in den letzten Jahren wurde versucht dieser schwarze Fleck aus der Vergangenheit aufzuarbeiten und wieder gut zu machen, insofern das überhaupt möglich ist.


Zum einen geschieht dies durch die Rückgabe von Land und zum anderen durch finanzielle Zuwendungen.

Zum Beispiel ist es jetzt so, das die Kinder der Ureinwohner mit 21 Jahren von Staat 120.000,- kanadische Dollar bekommen. Viele brechen vorher schon die Schule ab, weil sie wissen, das eh viel Geld kommt. Mit dem Geld kaufen sie sich dann Schneemobile und grosse Autos.

Irgendwann ist das Geld dann verbraucht und sie stehen ohne Ausbildung, ohne Job und ohne Geld da. Eine traurige Geschichte...

Es ist schon spät, als wir schlafen gehen. ich kuschle mich in meinen Thermoschlafsack und schlafe auch gleich ein. Es sind viele Gedanken, die mir in meinen Träumen durch den Kopf jagen.

Heute geht es nach JASPER, in den beliebtesten Nationalpark Kanadas. Zuvor wurde ich von der Familie Zacharias mit einem Frühstück aus Pfirsich, Müsli und Joghurt verwöhnt – mein erstes Müsli in Amerika!!!

Ich mache ein Abschiedsfoto von der Familie Zacharias mit Hund und den  beiden Katzen und dann gehts auch schon wieder weiter.


Vom Bundesstaat BRITISH COLUMBIA geht es nach ALBERTA. Zuerst ist es eine Zeit lang noch sehr flach und die Zivilisation nimmt immer mehr zu.


Dann geht es schön langsam aufwärts in die BERGE. Es ist sehr frisch. Trotz Komplettkluft wird mir mit der Zeit kalt. Ich muss zwischendurch immer wieder Pausen einlegen, um mich aufzuwärmen.


Es tauchen bereits die ersten Berge auf, zwischendurch gibt es immer wieder einen Regenschauer.






Und dann taucht auch schon JASPER, die Hauptstadt des gleichnamigen Nationalparks auf.


Morgen gehts dann weiter mit den Erlebnissen im Nationalpark.

Kommentare:

  1. Dieser Kommentar wurde vom Autor entfernt.

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  2. ich weiss schon garnicht mehr was ich zu deinen tollen Erlebnissen noch sagen kann. einfach nur toll.

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  3. oj, schieß zur Abwechslung mal einen Bieber.

    he, he, he,
    LG
    Michel

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