Samstag, 4. September 2010

BÄRENURIN IM FRAUENHOSTEL

Dienstag, 31.8.2010: Jasper Nationalpark/Kanada
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Als ich gestern Abend in Jasper, der Hauptstadt des gleinnamigen Nationalparks angekommen bin, habe ich zuerst das Hostel in Jasper aufgesucht. Leider ausgebucht.

Im Hostel Mount Edith Cavelle sei jedoch noch was frei. Also nichts wie hin. Das Hostel liegt zirka 20 Kilometer ausserhalb von Jasper in den Bergen auf zirka 1.500 Metern Seehöhe.

 Eine nagelneue Strasse geht die Serpentinen hinauf.


Oben angekommen die gute Nachricht: heisse Dusche – kein Thema, da es überhaupt keine Dusche gibt. Auch keinen Waschraum. Ich hol mir eine Schüssel mit eiskaltem Wasser aus dem Bacherl, das nebenan fliesst und mache mich etwas frisch.


Das Hostel besteht aus 2 Häusern mit je 16 Betten. Eines für die Mädls und eines für die Männer. Ich teile mir die Hütte mit einer 2. Person.


In jedem der beiden Schlafhäuser, aber auch in der Küche/Essraum/Aufenthaltsraum gibt es einen Ofen, um die Hostelbewohner vor dem Erfrierungstod zu bewahren.


In der Zwischenzeit treffen 2 deutsche Mädels ein, Ulla und Anna. Sie haben sich mit ihren Fahrrädern den Berg hochgequält, schauen aber trotzdem noch so halbwegs frisch aus.


Sie sind schon seit über 3 Wochen mit dem Fahrrad unterwegs und sind voll begeistert ob der vielen Einrücke und Endorphine.

Das Trinkwasser wird hier extra aufbereitet, weil die Gefahr von Wurmbefall durch den Kot und Urin der Bären und Hirsche besteht, die die Bächlein queren, laut dem Hostelmanager. Die haben Probleme hier in Kanada!!!!

Die Wahrscheinlichkeit, dass so etwas tatsächlich passiert dürfte bei 1 zu 1,000.000 liegen.


Zum Essen habe ich nichts eingekauft, deshalb gibt es heute Abend nur Tee mit ein paar Mandeln und einem Twix.

Im Hostel sind noch 2 weitere deutsche Mädchen (wo kommen die blos alle her?) und ein Brasilianer, der mit 3 Mädchen unterwegs ist, die sich gemeinsam ein Mietauto teilen.

Mit dem Brasilianer spreche ich bis spät in die Nacht über Partnerschaften und die Liebe. Zum Schluss tauschen wir Mailadressen aus. Ich soll mich bei ihm melden, wenn ich in Brasilien bin.

Irgendwann so gegen Mitternacht suchen wir unsere Schlafstellen auf. In der Nacht lege ich 2 x Mal Holz nach. In der Früh ist es trotzdem SAUKALT.

Nach dem Frühstück breche ich zum nahe gelegenen Gletscher auf.


Es nieselt leicht und ist sehr frisch. Am Fusse des Gleschers ist ein kleiner See mit Eisschollen.


Das Bergpanorama bringt mein Herz zum Schmelzen!!!


Anschliessend suche ich die Stadt Jasper auf. In einem Cafe mit freiem WI-FI Zugang bestelle ich mir Tee und einen Kuchen mit Schwarzbeeren. Danach geht es ans Blog schreiben.


Später breche ich dann zum MALIGNE CANYON auf. Auf dem Weg dorthin wird ständig vor Bären gewarnt. Seit Alaska habe ich leider noch keinen gesehen, was sich schon sehr bald ändern sollte!!


Es ist beeindrucken, wie sich die Wassermassen ihren Weg durch den Canyon gebahnt haben.



Zurück in der Stadt sehe ich dann auch schon meinen ersten KANADISCHEN BÄREN:



Ein Chinesisches Restaurant preist seine Spesen als Plastikvariante vor dem Lokal an. Einfach lecker, oder nicht?


Die QUADS sind hier genauso wichtig und beliebt, wie bei uns die Fahrräder.


Am Abend gehe ich im Supermarkt noch was einkaufen. Dabei kommt es fast zu einem tragischen Zwischenfall.

In der Abenddämmerung, am Weg ins Hostel rennt plötzlich ein Rehbock auf die Strasse. Ich verreisse mein Motorrad. Der Rehbock bremst sich auch gerade noch ein, und so kann ein Zusammenprall gerade noch verhindert werden.

Im Hostel angekommen ist eine Gruppe mit 12 Mädels aus aller Welt angekommen. Mit den 2 deutschen Mädels, die tagsüber fleissig Holz geschlichtet haben


um sich ihre Hostelgebühren zu ersparen, sind es damit 14 Mädels. Bis auf den Hostelmanager bin ich der einzige Mann im Hostel!

Es wird lange gequatscht mit einer Chinesin, einer Schweizerin, einer Israelin, ein paar Engländerinnen am Lagefeuer unter klarem Sternenhimmel und der eisigen Kälte der Nacht.






Kommentare:

  1. Hi Josua!

    Scheint so als wärst Du gerade im Paradies gelandet?! Nicht Adam mit Eva, sondern Josua mit 14 Mädels...

    Es ist schön zu sehen, dass es Dir gut geht & die Idee mit dem Blog ist genial! Da bekommt man echt einen kleinen Einblick in Deine momentane Welt - die zwar offenbar grad ein bisschen kalt, aber dafür wunderschön ist!

    Freu mich schon auf weitere Berichte und wünsch Dir auch weiterhin eine tolle Zeit!

    Drive save!

    lg Thomas

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  2. Hallo Oldboy,
    nicht vergessen, manche Mädels gehen fest aufs Kreuz, he, he...
    Anderseits frag ich mich was da so viele Mädls machen ?????

    Hey schieß endlich einen Bären zum Frühstück.
    LG
    Michel

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