Samstag, 9. Oktober 2010

AUSGERAUBT IM TOTEPFERDELAND

Freitag, 8.10.2010: El Burro Playa nach La Paz/Baja California, MEXIKO
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Es ist sehr Früh, als ich aus meinem Zelt krieche um den Sonnenaufgang mit zu erleben.


Das ich so etwas Tolles erleben darf...


Mein Zelt in der aufgehenden Morgensonne...


Ich im Pyjama an der mexikanischen Küste, beim Sonnenaufgang beobachten...

Mein Knie schmerzt zwar noch etwas, aber ich fühle mich fantastisch. Ich schmeisse mich in die Meeresfluten und schwimme eine Runde.


Anschliessend schaue ich bei meinen Nachbarn, Jerri und Ed auf einen Kaffee vorbei.

Die beiden sind total nett. Ich kenne inzwischen ihre ganze Lebensgeschichte und sie die von mir. Es ist, als ob wir uns seit vielen Jahren kennen würden.

Nachdem der mexikanische Staat alleiniger Besitzer der Strände ist, haben sie das Grundstück um U$ 2.800,- pro Jahr gepachtet. Das Haus haben sie selber gebaut.


Und dann geht es in Richtung LA PAZ - zum inzwischen 2. Mal.

Eine Gedenkstätte neben der Strasse weisst auf einen tödlichen Unfall hin.


Die Berge stapeln sich im Hintergrund - umrahmt von Kaktuswäldern.


Ich biege in die Pampas ab um ein Bild von der KTM mit einem Riesenkaktus zu machen. Zurück habe ich ganz schön zu kämpfen - für die KTM jedoch kein Problem.




Eine tolle Berglandschaft.


Wo die Aasgeier sind, ist auch wieder was zum Fressen. In diesem Fall ist es ein Müllplatz, gleich neben der Strasse.


Ein Schild zeigt mir, das er hier frische Kokosnüsse gibt. Das lasse ich mir nicht entgehen und halte an.
Zuerst bekomme ich eine geköpfte Kokosnuss zum Austrinken und dann...


.... ja dann wird das weiche Fruchtfleisch von der harten Schalke abgelöst, aufgeschnitten und mit Chilli und Zitrone verfeinert.


Ganz ungewohnt, aber es schmeckt lecker!!


Es sind jede Menge Grabstellen auf meinem Weg. Diese hier sehe ich mir etwas näher an.

Es geht wieder einmal um einen tragischen Unfall, bei dem ein Kind ums Leben gekommen ist. Sicher eines der schlimmsten Erlebnisse, womit Eltern konfrontiert werden können.


Ich betrachte gerade das Grab, da kommt auch schon Besuch. Es sind die Grosseltern, die jeden Tag hierher kommen um eine Kerze anzuzünden.


Es ist wieder einmal Zeit für einen Mittagspause. Das wichtigste am Lokal ist der Fernseher und ein entsprechender Platz davor, um nichts zu versäumen.

Für mich zählt eher der Blick aufs Motorrad, das vor dem Restaurant steht.


Ich geniesse wieder einmal einen ausgezeichneten Fisch mit gebratenem Knoblauch.



Ich fahre gerade durch die Stadt Chiudad Constituciòn, da höre ich ein lästiges Hupen hinter mir.

Ich blicke in den Rückspiegel und sehe einen Polizisten auf einem Kindermoped, mit Blaulicht. Er winkt mir ganz heftig zu, dass ich stehen bleiben soll.

Ich bleibe auf der Hauptstrasse stehen und nehme den Helm runter. Er deutet mir an, in eine Nebenstrasse zu fahren, was wir dann auch tun. Er will alle Papiere sehen. Beim Führerschein zeigt er mehrmals auf das Ausstellungsdatum - so also ob er da abgelaufen wäre.

Ich bleibe ruhig und sehe wie sich Schweissperlen auf seiner Stirn bilden. Er versucht spanisch mit mir zu sprechen. I DONT SPEAK SPANISH! Er holt aus seinem Kindergartenköfferchen einen Strafzettelblock heraus und eine Liste mit Vergehen und Strafhöhen auf spanisch. Er deutet mir an, dass ich in der Stadt 60 km/h statt 20 km/h gefahren bin und das 750,- Pesos kostet.

Ich zeige ihm dass ich keine Kohle habe und seine Schweissperlenen werden noch grösser. Er steigt auf sein Töff und deutet mir an ihm zu folgen. Jetzt geht es in den mexikanischen Knast....

Wir biegen in eine weitere, noch einsamere Strasse ab. Hier ist kein Mensch. Wenn er jetzt seine Pistole hervorholt und meine ganze Kohle will schaut es schlecht für mich aus.

Er ist jedoch, wie ich erwartet habe -  ein korrupter Bulle, der Kohle sehen will. OK, ich hole mein Geld aus dem Hosensack und gebe ihm 200 Pesos, zirka 12 Euro. Er will noch so einen grünen Schein haben. Ich sage NO!

Ich deute ihm an, das ich noch Tanken und ein Hotelzimmer bezahlen muss. Er schaut mich böse an und rauscht auf seinem Kindemoped davon.

Ich reisse meine Kamera raus und schiesse ihm nach.


Schweineprieser!!! Für mich war es ja nur eine Frage der Zeit, bis sie mich abzocken würden.

Keiner fährt in der Stadt 20 km/h, das ist ja Schritttempo. Hier wird durchgekachelt, was das Zeug hält. Und wenn so ein korruptes Polizisten.... was finden will, dann tut er das auch.

Das habe ich auf meinen Osteuropareisen immer wieder erlebt.


Hier muss jemand seine Leidenschaft für Kakteen an einer Grabstelle ausgelebt haben.



Plötzlich jede Menge Knochen. Hier muss ein Massaker stattgefunden haben.


Nachdem sich diese Zähne mit einem menschlichen Gebiss doch nicht ganz auzsgehen, dürfte es sich um tierische Knochen handeln - also ein Tiermassaker...


Ich rase weiter bis - ja bis ich auf eine Horde Wildpferde stosste, die die Strasse gerade überqueren.


Eines der Tiere hat es nicht geschafft.


Die Totenstarre hat bereits eingesetzt.


Und dann bin ich am Ende meiner Baja Kalifornien Reise, in LA PAZ.



Ich fahre gleich weiter in Richtung Fähre um mir die Tickets für Sonntag zu besorgen.

Plötzlich hupt es hinter mir. Ich bleibe stehen und staune, wie schnell man sich wiedersehen kann. Es ist KERSTIN und FRANK. Sie waren am Strand Baden, haben mein Motorrad gesehen und sind mir nachgefahren.


Sie wurden von dem selben Polizisten wie ich ausgeraubt und haben 700,- Pesetas bezahlt um aus der Sache raus zu kommen. Der Schweineprister von einem korrupten Bullen hat gleich mehrere Touristen abgezockt.

Ich hätte Lust zurückzufahren und ihm sein Kiundergarten- Moped abzunehmen.

Statt dessen erlebe ich wieder einmal einen tollen Sonennuntergang, als ich zurück in die Satdt fahre. Der Schalter am Fährhafen hatte bereits geschlossen.


Dieser Mann hat eine grauenvolle, interessante Geschichte.


Was es damit auf sich hat? Und vor allem was ich mit diesem Mann zu tun habe?

Mehr dazu im morgigen Blog...

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