Samstag, 2. Oktober 2010

MASSENKARAMBOLAGE UND HITZERAUSCH

Donnerstag, 30.9.2010: Needles nach Los Angeles USA/Kalifornien
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Gestern Abend habe ich in meinem bisher günstigsten Motel eingecheckt – U$ 25,- puls Steuer. Der Besitzer, ein Inder hat daraus gleich US 30,- gemacht. Als ich ihn darauf hinweise sagt er: Give me 27,- and it is OK.

Am folgenden Bild mein HÄUSL- LAPTOP - sonst gibt es in dem Zimmer keinen Stromanschluss.


Das Zimmer ist sehr geräumig und ganz nett eingerichtet.


Als ich aufstehe bin ich etwas groggy - die Hitze hier in Needles hat mir zu schaffen gemacht. Ich habe in der Nacht die Klimaanlage aufgedreht, weil ich es nicht mehr ausgehalten habe, was auch nicht so optimal ist.


Gestern Abend war ich gegenüber in einer mexikanischen Pizzeria. Eine Large Pizze am 6,99 U$. Von dem Riesending ist die Hälfte übrig geblieben.

Im Zimmer gibt es einen Microwellenherd, zum Anstecken muss auch dieses Ding in die Toilette befördern.


Ich sattle die KTM wieder auf und dann geht es noch einmal in die Rezeption zum Verabschieden.


Das ist der Besitzer - BRYAN. Er hat in Deutschland gelebt und sich damals in ein Mädchen Namens MARIA aus Aschaffenburg unsterblich verliebt. Ihre Eltern waren jedoch nicht damit einverstanden und haben ihr Tochter gezwungen diese Verbindung zu lösen.


Das liegt über 20 Jahre zurück und er liebt sie immer noch. Er beginnt richtig zu schwärmen, als er von ihr erzählt.


Vor mir liegen noch zirka 500 Kilometer. Nachdem ich die nicht nur auf der Autobahn verbringen möchte, biege ich ab in Richtung Palm Springs.


Es ist wieder ein Überbleibsel der Route 66 das ich befahre.

Als ich ein komisches Gebäude und Platz bemerke, bleibe ich stehen. Das muss ich mir genauer ansehen.


Es ist eine aufgelassene Tankstelle und dahinter, schaut es aus, wie auf einem Schrottplatz.


Es sind mehrewre LKW, die auseinandergerissen sind und einige ausgebrannte PKW. Schnell ist es klar,das es sich hier um Unfallfahrzeuge handelt.


Es dürfte sich um einen Massenunfall gehandelt haben. Gleich in der Nähe ist die Autobahn, wo sich der Unfall ereignet haben dürfte.

Die Wracks wurden hierhergeschleppt und einfach so belassen.


In einem Fahrzeug entdecke ich letzte menschliche Überreste...


In dieser einsamen gegend verkehren nur ab und zu einige Autos und Züge, wie dieser endlos lange Zug.


Die Gewalt der Zerstörung ist noch überall zu spüren, genauso wie der Hauch des Todes, der über diesen Fahrzeugen liegt.


Durch die enorme Hitze ist der Motorblock teilweise zerschmolzen.



Auf dem Gebäude steht AND?

Vielleicht hat es ein Hinterbliebener hinterlassen, der mit der Situation nicht klar gekommen ist und den Sinn dahinter hinterfragt.


Ich verlasse diese Städte des Grauens und fahre weiter in die Salzwüste.


Es gibt wenig Zivilisation hier und wenn ich doch einmal ein paar Gebäude sehe, dann sind sie zumeist eingestürzt oder leerstehend.


Hier haben sich ein paar Grafitikünstler verausgabt.




Zwischendurch immer wieder hohe Berge, die die Salzwüste durchschneiden.



Der Schweiss fliesst in Strömen unter meinem SAUNA- HAUBERL...


Plötzlich wieder was interessantes, kurz vor Amboy.


Irgendjemand hat hier alte Schuhe auf einen ausgerissenen Baum gehängt.


Es sind unzählige Schuhe, die hier hängen.


In Amboy ist auch nicht wirklich viel los. Eine Tankstelle und ein Motel und das wars dann auch schon wieder. Es sind einige Touristen hier unterwegs.


Weiter geht es über einen ehemaligen Salzsee. Hier dringt noch immer salzhaltiges Wasser aus der an die Oberfläche und bildet Salzkristalle.


 Es sind Salzkrusten, so weit das Auge reicht.


Ich schwitze mich zu Tode, was meiner guten Laune jedoch nichts anhaben kann.


Es geht rauf in die Berge. Bei schönem Wetter ist es ein Traum sich mit dem Motorrad in die Kurven zu schmeissen.


Diese Gebäudeform kennen wir noch aus Alaska - THE HOUSE OF DEATH - is still alive...

Ich habe vor kurzem meinen 44. Geburtstag gefeiert - das sie deswegen gleich einen ganzen Nationalpark nach mir benennen...


In 29 PALMS mache ich wieder eine Trink und Essenspause. 1 Liter Sprite und 1/4 Pizza werden meinem Körper zugeführt und die nassgeschwitzten Sachen etwas getrocknet.


Und dann komme ich an den HIGHWAY 10. Über den geht es direkt an die Küste von LOS ANGELES.


Kurz vorher jedoch noch unzählige Windkraftwerke. Der Wind blässt hier auch ordentlich von den Bergen runter.


Kurz vor LOS ANGELES geht ein ordentliches Gewitter runter und kühlt die Luft etwas ab.


Nach 1 Stunde bin ich so in etwa auf Downtown Höhe.



Eine weitere Stunde später bin ich am Ziel angekommen - VENICE BEACH.


Ich checke im Hostel ein, bringe meine Sachen aufs Zimmer im 3. Stock und parke meine KTM in einer Paralellstrasse, wo frei parken erlaubt ist. Ich hoffe ich sehe mein Baby morgen wieder...


Ich mache noch eine Runde an den Strand und beobachte die letzten Sonnenstrahlen am Horizont.


Ein Blick zurück - das Hostel liegt direkt am Strand, eine tolle Lage.


Beim Mexikaner hole ich mir ein etwas gesünderes Essen mit Bohnenbrei, Reis, gegrillten Shrimps mit Gemüse. Es schmeckt lecker.


Erschöpft falle ich in mein Bett und freue mich darauf, was die Stadt mir morgen zu bieten hat.

Was ich zu diesem Zeitpunkt noch nicht weiß - das es morgen in HOLLYWOOD so richtig gefährlich werden sollte...

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